Der Vati der Akademie

© Martine de Lagardère
Thomas Vatheuer ist ein Multimediajournalist wie er im Buche steht. Über den Radiosender RPR 1., das TOP-MAGAZIN Trier-Luxemburg und seine Agentur Regioreporter prägt er die Medienlandschaft in der Großregion. Sein neustes Projekt ist die Multimedia- Sommerakademie in Echternach, in das er all sein Herzblut gesteckt hat.
Sommerakademie: Die erste Sommerakademie ist nun fast vorbei. Wie hast du die zwei Wochen erlebt?
Thomas Vatheuer: Spannend, super kreativ, wahnsinnig interessant auch für mich als Akademieleiter. Ich bin super stolz auf das, was vor allem unsere Dozenten hier gleistet haben mit Euch zusammen in Text, Bild und Ton auf dieser Internetseite. Ich gebe zu, ich bin auch ein kleines Bisschen geschafft. Wenn man dann aber das Feedback in der Presse sieht, die halbseitigen Zeitungsartikel und den Beitrag im Fernsehen, dann kann ich nur sagen: Es war ein voller Erfolg.
Sommerakademie: Was war für dich die Motivation so ein Projekt auf die Beine zu stellen?
Vatheuer: Ich hatte diese Idee, eine grenzüberschreitende Medienakademie zu organisieren schon viele Jahre in der Schublade meines Schreibtisches liegen. Ich war selbst als Dozent und Teilnehmer in anderen Akademien unterwegs, wo mir überall der direkte Praxisbezug von berufserfahrenen Dozenten gefehlt hat. Ich habe oft Dozenten erlebt, die über eine ganze Woche als einziger Ansprechpartner so eine Akademie geleitet haben. Ich habe aber in meinem mittlerweile 25. Berufsjahr so viele interessante Journalisten und Medienexperten getroffen, dass ich gesagt habe: Mensch, das wär’s doch, alle meine guten Kontakte für diese Medienakademie in Luxemburg zu begeistern.
Sommerakademie: Sind die Ziele und Visionen, die du mit der Akademie hattest, aufgegangen?
Vatheuer: Die Ziele sind, wenn man den gesammten Prozess betrachtet, aufgegangen. Vor allem der zweite Kurs hat tatsächlich Feuer gefangen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre eigenen Blogs und wissen was Online-Journalismus ist. Und das beweisen sie mit diesem Internauftritt ganz konkret.
Sommerakademie: Wie soll es weitergehen mit der Mulitmedia-Akademie?
Vatheuer: Nach der Akademie ist vor der Akademie. Jetzt müssen wir sie zu einer Dauereinrichtung machen. Wir brauchen noch weitere Personen, Organisationen und Unternehmen, die uns unterstützen. An dieser Stelle ein Dank an die vielen Sponsoren. Die Akademie ist rein privat finanziert. Ohne das Vertrauen der Sponsoren und Partner hätten wir das nie geschafft. Außerdem ein Dank an das Trifolion und den Geschäftsführer Ralf Britten, der uns hier mit Rat, Tat, Raum und Infrastruktur unterstützt hat.
Sommerakademie: Wird es im nächsten Jahr eine zweite Sommerakademie geben?
Vatheuer: Ja. Wir wollen auf jeden Fall zusätzlich Fortgeschrittenenkurse anbieten. Wir hatten hier Fortgeschrittene und Anfänger gemischt. Wir wollen auch Menschen aus dem Beruf, gestandenen Leuten aus den Zeitungsredaktionen beispielsweise, die Möglichkeit bieten, sich in Zukunft weiter zu qualifizieren im Bereich Web 2.0 und Blogs, vielleicht sogar mit einem ganz europäischen Charakter. Und eventuell schaffen wir es schon nächstes Jahr einen ganzen Kongress rund um das Thema hier im Trifolion zu veranstalten.
Das Interview führte: Isabell Ullrich, Köln, 22, Studentin der Medienwissenschaften











